Arbeitszeitverkürzung kann Beschäftigung sichern
Arbeitszeitverkürzung an Beschäftigungsgarantien koppeln
Arbeiten 40 Vollzeitbeschäftigte vorübergehend nur noch 36 statt 40 Stunden pro Woche, leisten sie zusammen 160 Wochenstunden weniger. Rechnerisch entspricht dies vier Vollzeitstellen. Arbeitsplätze sichert dieses Modell aber nur, wenn tatsächlich in den betroffenen Bereichen weniger Arbeit anfällt und der Arbeitgeber im Gegenzug auf einen entsprechenden Personalabbau verzichtet. Bekannt wurde dieses Vorgehen durch die tariflich abgesicherte Arbeitszeitverkürzung bei Volkswagen in den 1990er-Jahren. In der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 sowie während der Coronapandemie kombinierten viele Betriebe Kurzarbeit mit Arbeitszeitkonten und Qualifizierungsmaßnahmen. Verlässlich wird das Instrument erst als Teil eines Gesamtpakets mit Befristung, Rückkehrregelung und verbindlichem Kündigungsverzicht.
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